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Seidl, Dr. Werner
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Magenspiegelung (Gastroskopie)
Die Magenspiegelung ist heutzutage eine risikoarme Routineuntersuchung. Ihr Vorteil für den Patienten ist die rasche und eindeutige Diagnose, die sich in der Folge erstellen läßt. Und das bedeutet im Krankheitsfall, daß auch schon in kürzester Frist mit der richtigen Therapie begonnen werden kann. Eine Magenspiegelung ist sicherlich nicht ganz angenehm, aber sie ist bestimmt nicht so schlimm, wie es Ihnen andere Leute möglicherweise geschildert haben. In jedem Fall aber ist diese Untersuchung nicht mit Schmerzen verbunden! Was geschieht? Der flexible Schlauch eines optischen Instrumentes wird durch die Speiseröhre in den Magen bzw. in den Zwölffingerdarm eingeführt. Früher – und vielleicht haben Sie eben davon gehört – hat man dazu ein starres, unbiegsames Instrument verwenden müssen. Über ein Glasfaserkabel wird Licht in den Magen geleitet, und der Arzt kann in der Spiegelung alles genau betrachten. Gleichzeitig lassen sich bei Bedarf auch völlig schmerzfrei winzige Gewebeproben für eine ganz genaue Laboruntersuchung entnehmen. Es ist verständlich, daß man am Untersuchungstag nüchtern sein muß, also weder Speisen noch Getränke zu sich nehmen darf, damit keinerlei Speisereste im Weg sind.

24 Stunden Säuremessung der Speiseröhre
Beschwerden in der Speiseröhre (meist Sodbrennen) entstehen am häufigsten durch den Rückfluß von saurem Mageninhalt und eine dadurch ausgelöste, oft schmerzhafte Entzündung der Speiseröhre, die sogenannte „Refluxkrankheit“. Eine sichere Diagnose – und damit die Einleitung einer wirksamen Therapie – ist durch eine über 24 Stunden kontinuierlich fortgesetzte, exakte Säuremessung möglich. Dazu wird ein dünner Schlauch durch die Nase in die Speiseröhre geleitet. Ein kleiner Computer, der am Gürtel des Patienten befestigt wird, zeichnet die Meßdaten auf. Nach 24 Stunden wird das Schläuchchen wieder entfernt, und die Daten werden über ein Computerprogramm ausgewertet. Die Vorbereitung der Säuremessung dauert nur wenige Minuten, und außer einem gewissen Jucken in der Nase spürt der Patient nichts. Wie harmlos das Ganze ist, beweist die Tatsache, daß man während der gesamten Meßzeit von 24 Stunden auch ungehindert essen und trinken kann.

Speiseröhrendruckmessung
Falls bei einer schweren Entzündung der Speiseröhre eine medikamentöse Behandlung zu keinem anhaltenden Erfolg geführt hat, empfiehlt sich eine Speiseröhrendruckmessung. Nur mit diesem Befund ist eine endgültige Entscheidung über eine eventuelle Operation möglich. Für diese Untersuchung wird dem Patienten im Sitzen eine dünne, flexible Sonde in die Speiseröhre eingeführt. Während nun der Patient schluckweise Wasser zu sich nimmt, wird der unterschiedliche Druck gemessen und registriert. Die Druckmessung dauert ca. 10–15 Minuten. Sie ist zwar unangenehm, aber in keiner Weise schmerzhaft. 

Ultraschalluntersuchung
Eine Ultraschalluntersuchung ist – wie die meisten Patienten heute wissen – absolut schmerzfrei und risikolos. Sie hat nichts mit Röntgenstrahlen zu tun. Schließlich wird sie ja auch für die heiklen Schwangerschaftsuntersuchungen eingesetzt. Nüchtern sollte der Patient nur deshalb sein, weil dann die Ultraschallbilder besser und eindeutiger interpretiert werden können. Bei der Untersuchung liegt der Patient mit entblößtem Bauch. Eine Gleitflüssigkeit wird aufgetragen, um einen besseren Kontakt zu gewährleisten, und der Arzt führt einen Schallkopf locker über den Bauch. Aus den Schallwellen und ihren Reflexen können schließlich mit Computerhilfe richtige Bilder auf einem Bildschirm beobachtet werden. Auf diese Weise lassen sich unter anderem Gallensteine und andere räumliche Veränderungen an allen Organen im Oberbauch feststellen.

Venenuntersuchung
Bei Patienten mit Krampfadern oder Beinverdickungen, die Beschwerden verursachen, empfehlen wir eine computergesteuerte Messung der Hautdurchblutung. Damit kann festgestellt werden, ob eine operative Behandlung notwendig ist, oder ob eine einfache Injektionsbehandlung genügt. Für die Venenuntersuchung wird dem Patienten ein Hautsensor auf den Unterschenkel geklebt. Durch wippende Fußbewegungen des Patienten wird dann das Blut vom Bein weggepumpt. Dieser Blutrückfluß wird gemessen und gibt Aufschluß über die Funktionstüchtigkeit der Venen.

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